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Narzissmus im Arbeitsleben

Narzissmus: Erfolgs und Risikofaktor im Berufsleben. Nobelpreiskomplex.

Viel wird in diesen Zeiten über Narzissmus geschrieben. Sein Image wird dadurch freilich nicht besser. Wenn in der Alltagssprache von Narzissten die Rede ist, sind damit meist Egomanen und Ich-Linge gemeint – also im Zweifel immer die anderen. Nur Narzissten kommen nach oben, so die Mär, und „die da oben“ sind gierige Profilierungssüchtige ohne jegliche Form des Mitgefühls.

So einfach ist die Sache allerdings nicht. Narzissmus stellt keineswegs eine selbstverständliche Rutsche in den Erfolg dar. Und er beschränkt sich auch nicht auf Erfolgsgierige und Karrieristen.

Entgegen der landläufigen Meinung kann eine stark narzisstisch geprägte Persönlichkeitsstrukur Menschen auf allen Ebenen des Berufslebens nutzen oder zutiefst schaden. Sie bringt nicht nur Überflieger hervor, sondern kann dauerhaft hemmen und ein Scheitern verursachen. Nicht nur Höchstleistungen, sondern auch Misserfolge bis hin zu Schul- oder Studienabbruch, Arbeitslosigkeit oder lebenslange Arbeit unter dem eigentlichen Qualifikationsniveau können darauf zurückgeführt werden.

Ebenso findet man Biografien von zunächst sehr erfolgreichen narzisstisch geprägten Menschen, die einen einmaligen Misserfolg nicht verkraften können – bis hinein in den Selbstmord.

In welche Richtung der Zeiger ausschlägt, hängt vom  Ausmaß der narzisstischen Beeinträchtigung ab.

Wer mehr zu diesem spannenden Thema wissen will: Auf dem etablierten Karriereportal karrierebibel.de habe ich einen ausführlichen Artikel zum Thema Narzissmus im Arbeitsleben veröffentlicht. Gastbeitrag Sonja Rieder: Nobelpreiskomplex – wie viel Narzissmus darf`s sein?