Psychotherapie und psychotherapeutische Beratung für hochbegabte Erwachsene

Als intellektuell hochbegabt gelten Menschen ab einem gemessenen IQ von 130 – das betrifft etwas über zwei Prozent der Bevölkerung (so selten ist das Phänomen also gar nicht!). Als höchstbegabt gelten Menschen mit einem IQ von über 145.

  • Sie fragen sich, ob Sie hochbegabt sein könnten, und möchten dieser Frage in einem fachkundigen, geschützten Rahmen nachgehen?

  • Sie wurden kürzlich auf Hochbegabung getestet und möchten besser verstehen, was das für Sie und Ihr Leben bedeutet? Ob und wie Sie sich neu sortieren sollten?

  • Sie haben als identifizierte*r Hochbegabte*r Interesse an einer Begleitung durch eine Therapeutin, mit der Sie sich auf Augenhöhe austauschen können und die Ihre Begabung im Prozess feinfühlig berücksichtigt?

Dann sind Sie bei mir richtig: Ich begleite seit über 10 Jahren hoch- und höchstbegabte Erwachsene in Psychotherapie und Coaching.

Zu Beginn meiner Arbeit war ich diesbezüglich zurückhaltender. Mittlerweile mache ich jedoch gerne auf die Möglichkeit einer IQ-Testung aufmerksam: Zu oft habe ich erlebt, wie sehr gerade eine spät erkannte Hochbegabung zu einem besseren Selbstverständnis und einer tieferen Selbstakzeptanz beiträgt. Auch der Umgang mit anderen wird dadurch häufig spürbar leichter.

Eine hochbegabte Frau sitzt vertieft mit verschränkten Händen vor einem Schachbrett mit Figuren.

Die meisten Menschen wissen nichts von ihrer eigenen Begabung, denn diese lässt sich nicht an der Nasenspitze ablesen. Sie führt auch nicht automatisch zu Höchstleistungen. Vielmehr handelt es sich um ein Potenzial, das sich unter guten Bedingungen entfalten und verwirklichen kann.

Während Testungen bei Kindern und Jugendlichen in jüngerer Zeit – auch im Zuge von Abklärungen auf ADHS oder Autismus – häufiger werden, ist eine späte Identifikation bei Erwachsenen nach wie vor selten. Meist wird der Stein erst durch die erkannte Hochbegabung des eigenen Kindes ins Rollen gebracht.

Das Thema war lange tabuisiert – völlig zu Unrecht.

Über die eigene Hochbegabung Bescheid zu wissen, kann das Leben erheblich erleichtern. Dennoch hat nicht jeder Mensch das Bedürfnis, sich einem klassischen IQ-Test zu unterziehen. Auch verschiedene Indizien können verlässliche Hinweise liefern – in manchen Fällen hilft bereits das Wissen um eine wahrscheinliche Hochbegabung weiter.

Häufig schleicht sich eine hohe Begabung erst langsam und indirekt in die therapeutische Begleitung ein:

  • über ein bestimmtes Lebensgefühl, ein „Mehr“ an Denken, Fühlen und Wahrnehmen (nach A. Brackmann)
  • über tiefgründige Fragen nach dem Sinn und Unsinn dieser Welt
  • über hartnäckige, oft unerklärliche Gefühle des Andersseins
  • über Selbstzweifel, Perfektionismus oder gar das paradoxe Gefühl, „schwer von Begriff“ zu sein
  • über psychiatrische Diagnosen, die sich irgendwie nicht stimmig anfühlen

Hochbegabung kann hier der entscheidende Schlüssel sein. Oft sind die Betreffenden gleichzeitig hochsensibel und reizoffen, was im Alltag als überwältigend erlebt werden kann. Auch Überlappungen mit ADHS oder Autismus (Neurodivergenz) sind möglich.

Nahaufnahme einer hochbegabten Frau im Park, deren nachdenklicher Blick in die Ferne von intensiven Gedankengängen zeugt.