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Psychische Gewalt am Arbeitsplatz im Zunehmen

Ein Ort der Seligkeit war die Arbeitswelt wohl nie – wo Menschen, da Baustellen im Miteinander. Man könnte sagen, es „menschelt“ gewaltig, wenn das auf heutige Verhältnisse übertragen nicht einer zynischen Verniedlichung der Tatsachen gleichkäme.

Was ich in täglicher Coaching-Praxis zu hören bekomme, sind keine Einzelfälle,  sondern die Auswüchse einer allgemeinen, sehr bedenklichen Entwicklung: Es wird gekämpft, gedemütigt und kleingemacht. Mitarbeiter und Kollegen werden ausgeschlossen, an die Wand gespielt, bloßgestellt, manchmal regelrecht fertiggemacht. Ansagen unter der Gürtellinie sind keine Seltenheit. Kritik wird nicht nur unsachlich eingesetzt, sondern als Waffe verwendet. Weiterlesen


Employer Branding: Emotionalisierung mit Fragezeichen

Kein Unternehmen ab relevanter Größe, das Employer Branding nicht als wesentlichen Teil seines Öffentlichkeitsauftrittes nutzt – vor allem, um junge Talente anzulocken. Und Werbung wirkt, wie wir wissen. Die Bildungsforscherin Sabine Donauer hat mit ihrer erhellenden Untersuchung zur Emotionalisierung der Arbeitswelt wichtige Arbeit geleistet, um diese Praxis in einen historischen Kontext einzubetten (Sabine Donauer, „Faktor Freude. Wie die Wirtschaft Arbeitsgefühle erzeugt“, Edition Körber-Stiftung). Weiterlesen


Weiterbildung: Notwendig, nützlich oder einfach horizonterweiternd?

Weiterbildungsentscheidungen sind ein häufiges Thema in der Karriereberatung. Hier einige Gedanken, die sich bereits hochqualifizierte Leute (Uni/FH-Studium oder vergleichbare Ausbildung mit Berufspraxis) in diesem Zusammenhang machen sollten:

Worum geht es Ihnen bei der angestrebten Ausbildung? Welche Motive stecken dahinter?

Denken Sie an interessante Seminare, das Kennenlernen neuer Leute oder auch an eine Gelegenheit, Lernen endlich einmal in einer wertschätzenden Atmosphäre zu erleben? Oder geht es Ihnen tatsächlich um eine konkrete Verbesserung Ihrer Jobchancen? Weiterlesen


Ich möchte mein eigenes Ding machen – was könnte das sein?

Trotz schlechterer Bedingungen am Arbeitsmarkt, in vielen Fällen aber auch gerade deswegen, gibt es immer mehr Menschen, die sich auf die Spur ihres ureigensten beruflichen Interesses begeben. Oft fühlen sie sich in ihrer beruflichen Umgebung förmlich erstickt und erleben wenig Sinn in ihrem Tun. Das mitunter höchst attraktive Gehalt nutzt da wenig – Geld verschafft keinen Sinn.

„Sinn“ ist etwas Höchstpersönliches und Individuelles, und ebenso speziell laufen die begleitenden Coachingprozesse ab. Weiterlesen


Zeitgemäße Führung braucht starke Persönlichkeiten

Autoritäre Führung ist einfacher als partizipative – nicht umsonst ist sie weiterhin stark verbreitet. Doch nur starke Persönlichkeiten haben gute Chancen, vom Kommandieren, Kontrollieren und Korrigieren wegzukommen und in einen zeitgemäßen Führungsstil hineinzuwachsen, der für die Leitung von gebildeten, mitdenkenden und mündigen Menschen notwendig ist.

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Zuversichtlich – trotz hoher Arbeitslosenzahlen

Hohe Arbeitslosenzahlen lassen kaum jemanden kalt. Dazu kommt, dass wir durch die Medien ständig daran erinnert werden. Das wirkt wie ein negativer „primer“ (Erinnerungshilfe): Wir wissen nicht nur rational, dass der Arbeitsmakt nicht mehr der von früher ist, sondern das Unbewusste wird auch noch ständig an diese unangenehme Botschaft erinnert. So kann sich Angst so richtig tief einnisten.

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Nachdenken: am besten in der Entspannung

Viele meiner Klienten kommen zu mir, weil sie sich gedanklich im Kreis drehen und aus diesem Karussell nicht mehr rauskommen. Bei näherem Hinsehen stelle ich oft fest, dass es nicht an Denkfehlern oder unzureichenden Schlüssen liegt, dass Lösungen nicht greifbar werden. Die Leute haben schlicht denkbar schlechte Ausgangslagen für produktives Nachdenken. Ein Nachspüren ist meistens gar nicht möglich, weil Stress und Druck viel zu groß sind.

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TV-Interview: Sonja Rieder auf Puls 4 zum Thema Gehalt

Café Puls vom 6.11.2015: Tipps zur Gehaltsverhandlung – Wie begründe ich meine Forderung nach einer Gehaltserhöhung am besten? Welche Argumente sind tabu? Wie kann ich mich auf so ein Gespräch am besten vorbereiten? Und ist gar Streik ein Mittel zur Durchsetzung meiner Gehaltswünsche?

Diese Fragen beantworte ich im aktuellen Video von Café Puls.


Jammern auf hohem Niveau? Bitte ja! Dem Burnout ist das Niveau Ihrer Unzufriedenheit nämlich ziemlich egal.

Hannah hat einen gut bezahlten Job, den sie seit 5 Jahren ausübt, nette Kollegen und einen Chef, der etwas von ihr hält. Im Team gilt sie als eine Hoffnungsträgerin für die mittelfristige Weiterentwicklung der Agentur. Ihre bisherigen Erfolge bewirken, dass ihr gerne knifflige Projekte anvertraut werden.

Mit abwesendem Blick sitzt sie vor mir und spielt mit ihrem Haar, während sie mir das alles erzählt. Das seien alles gute Faktoren, ihre Eltern sind stolz auf sie, Freunde meinen, sie hätte es wirklich geschafft. Nur sie selbst fühlt sich wie hinter einer Wand. Ob sie denn überhaupt eine Berechtigung zur Unzufriedenheit hat, scheint sie mich zu fragen, indem sie nachschießt: „Ich weiß, ich jammere auf hohem Niveau“. Aber dann: „Ich lerne nichts Neues mehr dazu. Vieles halte ich einfach nicht für sinnvoll. Meine Ideen sind wenig gefragt, und letztendlich trage ich mit meiner Arbeit nur dazu bei, dass Leute noch mehr unnötige Dinge konsumieren. Mir ist oft so langweilig in dem Ganzen. Ich kenne das gar nicht von mir, aber montags will ich am liebsten gar nicht ins Büro fahren“. Weiterlesen


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