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Jammern auf hohem Niveau? Bitte ja! Dem Burnout ist das Niveau Ihrer Unzufriedenheit nämlich ziemlich egal.

Hannah hat einen gut bezahlten Job, den sie seit 5 Jahren ausübt, nette Kollegen und einen Chef, der etwas von ihr hält. Im Team gilt sie als eine Hoffnungsträgerin für die mittelfristige Weiterentwicklung der Agentur. Ihre bisherigen Erfolge bewirken, dass ihr gerne knifflige Projekte anvertraut werden.

Mit abwesendem Blick sitzt sie vor mir und spielt mit ihrem Haar, während sie mir das alles erzählt. Das seien alles gute Faktoren, ihre Eltern sind stolz auf sie, Freunde meinen, sie hätte es wirklich geschafft. Nur sie selbst fühlt sich wie hinter einer Wand. Ob sie denn überhaupt eine Berechtigung zur Unzufriedenheit hat, scheint sie mich zu fragen, indem sie nachschießt: „Ich weiß, ich jammere auf hohem Niveau“. Aber dann: „Ich lerne nichts Neues mehr dazu. Vieles halte ich einfach nicht für sinnvoll. Meine Ideen sind wenig gefragt, und letztendlich trage ich mit meiner Arbeit nur dazu bei, dass Leute noch mehr unnötige Dinge konsumieren. Mir ist oft so langweilig in dem Ganzen. Ich kenne das gar nicht von mir, aber montags will ich am liebsten gar nicht ins Büro fahren“. Weiterlesen


Bewerben ist Werben – und das fällt vielen schwer

In den letzten Jahren hat sich viel daran verändert, wie Bewerbungen auszusehen haben, um gute Chancen auf ein Bewerbungsgespräch zu erhalten. Das Zeitalter der Werbung hat längst auch hier Einzug gehalten – nur ist dieses Wissen bei vielen noch nicht angekommen, oder es ist unklar, wie es im konkreten Fall am besten umzusetzen ist.

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„Mit Jus kannst du alles machen“ – stimmt das heute noch?

Juristen sind häufige Klienten in meiner Beratungspraxis. Das kommt nicht von ungefähr, wurde doch vielen der Satz mitgegeben, mit einem Jusstudium könne man „alles machen“. Im Folgenden möchte ich darlegen, warum diese Aussage so allgemein formuliert heute nicht mehr stimmt (Ausnahmen bestätigen die Regel) und warum sie kein guter Rat an Studienanfänger ist.

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Narzissmus im Arbeitsleben

Narzissmus: Erfolgs und Risikofaktor im Berufsleben. Nobelpreiskomplex.

Viel wird in diesen Zeiten über Narzissmus geschrieben. Sein Image wird dadurch freilich nicht besser. Wenn in der Alltagssprache von Narzissten die Rede ist, sind damit meist Egomanen und Ich-Linge gemeint – also im Zweifel immer die anderen. Nur Narzissten kommen nach oben, so die Mär, und „die da oben“ sind gierige Profilierungssüchtige ohne jegliche Form des Mitgefühls.

So einfach ist die Sache allerdings nicht. Narzissmus stellt keineswegs eine selbstverständliche Rutsche in den Erfolg dar. Und er beschränkt sich auch nicht auf Erfolgsgierige und Karrieristen.

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Eine Umorientierung erfordert mehr Vorbereitung als ein bloßer Jobwechsel!

Herr Meier hat mich wegen Unterstützung beim Jobwechsel kontaktiert. Müde und geschafft sitzt er mir gegenüber. Seinen Job im IT-Bereich mag er seit Jahren nicht mehr, aber er hat lange durchgehalten, wegen der „Sicherheit“. Nun kommt aber eine Änderung in der Teamstruktur dazu, und bei Herrn Meier läuft das Fass der Unzufriedenheit langsam aber sicher über. Er will raus aus seinem Job, und zwar schnell.

Da könne ich ihn gut unterstützen, sage ich. Ein Jobwechsel in der IT-Branche ist gut machbar, wenn Qualifikation und Vorerfahrung wie in diesem Fall stimmen. Aber nun kommt der Satz, der alles dreht: „Und ich will weg vom Computer“. Bumm. Herr Meier will also nicht nur seinen Job wechseln, er will sich beruflich umorientieren. Und das in kürzester Zeit, denn er braucht ja möglichst rasch wieder einen neuen Job.

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