20.08.26

Verfasst von: Sonja Rieder

Lesezeit: ca. 14 min

„Ich? Hochbegabt?“ Wie ein IQ-Test klugen Frauen aus Selbstzweifeln helfen kann

Viele kluge Frauen kämpfen mit Selbstzweifeln und zögern, die eigene Intelligenz anzuerkennen – oft aus der unbewussten Sorge, für arrogant gehalten zu werden. Ein valider IQ-Test kann manchmal eine heilsame Wendung bringen, ist allerdings auch kein Allheilmittel.

20.08.26

Verfasst von: Sonja Rieder

Lesezeit: ca. 14 min

Hochbegabte Wissenschaftlerin im weißen Kittel und Schutzbrille gibt Labordaten in den Computer ein – zwischen Genie und Selbstzweifel.
Hochbegabte Wissenschaftlerin im weißen Kittel und Schutzbrille gibt Labordaten in den Computer ein – zwischen Genie und Selbstzweifel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Frauen unterschätzen sich: Der Mythos vom männlichen Genie, die sogenannte Brilliance Barrier, wirkt nach wie vor stark.

  • Objektiver Nachweis: Ein valider IQ-Test ist nicht alles – aber er liefert ein klares schriftliches Ergebnis, das sich nicht leicht wegargumentieren lässt.

  • Schutzschild im Beruf: Das Wissen um die eigene Begabung schützt vor Verunsicherung und stärkt den Selbstwert nachhaltig.

  • IQ-Test nur mit klarer Indikation: Hinweise auf eine Hochbegabung lassen sich auch ohne Testung in einem Spurensuche-Coaching herausfinden.

Die meisten klugen Frauen wollen von ihrer eigenen Intelligenz nichts wissen.

Nicht einmal im geschützten Raum von Coaching und Therapie wagen sie sich gerne damit hervor. Dabei geht es dort ja gerade darum, Stärken zu stärken – und die eigenen Talente immer besser zu nutzen!

In diesem Artikel schreibe ich über das zurückhaltende Verhältnis von Frauen zu ihrer eigenen Intelligenz, die Brilliance Barrier und wie ein IQ-Test in manchen Fällen helfen kann.

Inhaltsverzeichnis

Viele kluge Frauen glauben nicht an ihre eigene Intelligenz

Frauen und ihre Abwehr der eigenen Intelligenz: Wie lässt sich dieser oft reflexartige Impuls erklären? Worin liegt das Problem dabei, sich selbst für klug zu halten?

Die häufigste Begründung, die ich höre, lautet folgendermaßen: „Andere könnten mich für arrogant halten“ oder „Ich will nicht überheblich wirken“. Ja, genau: Viele Frauen setzen Intelligenz offenbar mit Arroganz gleich. Was für eine herbeigezauberte, unglückliche Verbindung!

Ob wir uns auf unsere Intelligenz, unsere Augenfarbe oder das Grübchen am Kinn etwas einbilden oder diese Eigenschaft einfach gelassen annehmen, ob wir anderen davon erzählen oder nicht, entscheiden wir doch selbst – dahinter steckt ja kein Muss!

Arroganz ist keine angeborene Eigenschaft, kein Naturgesetz: Wie wir mit dem Wissen um unsere Talente und Begabungen umgehen, ist unsere Wahl – Überheblichkeit ist jedenfalls keine besonders gute.

Mit der inneren Gleichung „Intelligenz = Arroganz = nicht mit mir“ stehen wir Frauen in einer hunderte, ja tausende Jahre alten Tradition.

Sie zu durchbrechen, bereitet manchen von uns immer noch Schwierigkeiten. Dagegen lässt sich aber auf jeden Fall etwas machen – und ich trage sehr gerne meinen Teil dazu bei!

Junge hochbegabte Frau arbeitet konzentriert mit einer Probe im Labor – zwischen Genie und Selbstzweifel.

Intelligente Frauen – und viele Selbstzweifel

Die lästigen kleinen Schwestern der Intelligenz-Abwehr sind die Selbstzweifel: Noch immer gibt es viel zu viele kluge Frauen mit einem ganzen Rucksack voll davon.

Wenn mir wieder mal eine davon in meiner Praxis gegenübersitzt, kann ich meist nicht gut nachvollziehen, wieso mein Gegenüber nicht vor Selbstbewusstsein strotzt. Denn diese Frauen sind exzellent ausgebildet, viele von ihnen haben erfolgreich studiert – manche sogar mehrfach, samt Doktorat, Postgraduate-Studium oder gleich beidem. Sie tragen Verantwortung in fordernden beruflichen Positionen.

Viele von ihnen jonglieren daneben noch ein ganzes Familienleben – und halten es für völlig normal, das alles unter einen Hut zu bringen. (Dabei gibt es keinen Hut, der dafür groß genug wäre, und es gibt auch nichts zu vereinbaren – es „gibt nur zu addieren„, wie die Literaturkritikerin Iris Radisch in ihrem Buch Die Schule der Frauen treffend meinte.) Und das gelingt meinen Klient*innen oft auf unglaubliche Weise. Da könnte frau doch stolz drauf sein, oder?

Dennoch zweifeln sie an sich und ihrem Können. Das ist manchmal schwer auszuhalten und tut mir beim Zusehen richtig weh. Andererseits muss ich anerkennen: Auch mein eigener Weg führte durch Zweifel und Unsicherheiten. Manche von ihnen werden vielleicht nie ganz ausgestanden sein – meinen Talenten Raum geben kann ich trotzdem!

Es ist möglich, sich ein solides Selbstbewusstsein mehr und mehr zu erarbeiten – dafür stehe ich. Ein IQ-Test kann für manche (nicht alle!) ein hilfreicher Puzzlestein auf diesem Weg sein.

Junge hochbegabte Frau beim Lernen am Computer mit Buch und Notizen – zwischen Genie und Selbstzweifel.

Die „Brilliance Barrier“: Warum wir Genialität noch immer männlich denken

Wer sich im fortgeschrittenen Alter an einen IQ-Test heranwagt, muss mit dem Ergebnis dann auch zurechtkommen – wie immer es ausfällt. Eine luftig-lockere Selbstüberschätzung ist dabei im Vorfeld nicht immer günstig, denn sie steigert die mögliche Fallhöhe.

Bei Frauen ist die Chance, dass sie ihre intellektuellen Kapazitäten überschätzen, aber ohnehin gering. Dafür gibt es einen gut belegten Grund: die sogenannte Brilliance Barrier – die hartnäckige Überzeugung, Männer seien im Grunde intelligenter als Frauen.

Eine repräsentative US-Erhebung aus dem Jahre 2015 „The Genius in US: 7 Days of Genius Pollbrachte weit verbreitete Stereotype zum Vorschein: Zum Beispiel meinten rund 90 % der Befragten, darunter 87 % der teilnehmenden Frauen (!), dass Genies ihrer Meinung nach überwiegend männlich seien.

Auf die Frage nach der eigenen Genialität bejahte rund jeder siebte Mann. Bei den Frauen lag die Quote bei null.

Eine renommierte Studie aus 2020 (Journal of Experimental Social Psychology) bestätigt dieses Geschlechter-Stereotyp noch einmal mit aller methodischen Schärfe: Menschen weltweit verbinden Männlichkeit in hohem Maße mit intellektueller Brillanz – Weiblichkeit hingegen nicht. Diese Vorstellung ist meist unbewusst verankert: Würde man Menschen direkt danach fragen, käme das Stereotyp nicht ans Licht – die wenigsten geben ihre Voreingenommenheit gerne offen zu. Bei der Studie kam daher eine spezielle Methode zur Anwendung, die auch gut versteckte Vorurteile sichtbar macht.

Aufgrund des hochkarätigen Forschungsteams und ihrer methodischen Stärke gilt diese Untersuchung als Schlüsselstudie zum Nachweis unbewusster Vorurteile bei Begabungszuschreibungen, die „Brilliance Barrier“.

Einen spannenden, wissenschaftlich fundierten Überblick über das Thema liefert der Professor für Psychologie Andrei Cimpian von der New York University in diesem Vortrag. Cimpian hat sich auf kognitive Entwicklung bei Kindern spezialisiert und macht sich in seinem Cognitive Development Lab regelmäßig auf die Spur von Geschlechterstereotypen – mit spannenden Ergebnissen.

Mathematikerin rechnet an einer Tafel

Was der IQ-Test kann (und ich als Therapeutin nicht!)

Mittlerweile bin ich als Psychotherapeutin und Coach dazu übergegangen, klugen Frauen mit Selbstzweifeln einen IQ-Test nahezulegen – vor allem dann, wenn ich auf intellektuelle Hochbegabung tippe.

Diese erkenne ich als selbst Betroffene nämlich meistens gut. Neben Anhaltspunkten aus der privaten und beruflichen Biografie zählen für mich bei der Einschätzung unter anderem folgende Eindrücke:

  • Das Muster unserer Gespräche, beeinflusst durch mein Gegenüber: zum Beispiel die Geschwindigkeit im Denken, vielschichtige Antworten, Erkennen von Zusammenhängen

  • Eine kritische, hinterfragende Haltung

  • Die Art und Weise, diese Frau die Welt sieht und mit Widersprüchen umgeht

  • Die Schwierigkeiten, die sie mir schildert – mit sich selbst und anderen

Als professionelle Begleiterin von Menschen sehe ich es als eine wesentliche Aufgabe, den Selbstwert meines Gegenübers zu stärken, wo es nur geht.

Selbstzweifel sind jedoch oft äußerst hartnäckig. Wenn ich meinen Klient*innen zurückspiegle, dass ich sie für klug halte, winden sich die meisten beschämt. Und meine Rückmeldung perlt an ihnen ab.

Anders ist das bei einem schriftlichen, validen Testergebnis: Eine klarere Rückmeldung gibt es nicht. IQ-Tests werden seit über hundert Jahren verwendet und haben sich über die Jahrzehnte in ihrer Qualität deutlich verbessert.

Sie liefern genau eines: ein objektives, schriftliches Ergebnis, das frau sich immer wieder ansehen kann – gerade weil sie es im ersten Moment vielleicht nicht glauben kann.

Ein IQ-Test – vor allem einer, der sorgsam von einer spezialisierten Psycholog*in durchgeführt wurde – liefert das, was ich als Therapeutin und Coach nicht in dieser Form geben kann: relativ hohe Objektivität.

Über mich: Psychotherapeutin Mag. Sonja Rieder, MSc

Ich bin Sonja Rieder, erfahrene Psychotherapeutin, Paartherapeutin und Coach – seit 2008 mit eigener Praxis zentral in Wien.

Seit vielen Jahren begleite ich Frauen und Männer bei ihren Themen rund um Liebe & Beziehung, Beruf und Begabung – empathisch, lösungsorientiert und ohne zu urteilen.

Ein traumasensibler Blickwinkel ist mir dabei ganz wichtig – sowohl im Einzel-Setting als auch in meiner Arbeit mit Paaren.

Gerne begleite ich Sie in meiner Wiener Praxis oder online bei Ihren Fragestellungen. Mehr Infos zu mir gibt es hier.

Ein gutes IQ-Testergebnis lässt sich nicht einfach wegwischen – und ist doch nicht alles

Ein starkes Ergebnis bei einem IQ-Test lässt sich nicht einfach wegargumentieren – und danach fällt es schwerer, sich weiterhin als „dumm“ zu bezeichnen (ja, diese Aussage höre ich tatsächlich immer wieder).

Denn einen IQ-Test kann man nicht „faken“ – bestenfalls lassen sich mit sehr viel Übung (ich betone: SEHR viel Übung) ein paar wenige Punkte dazuschinden. Aber das ist auch schon alles – und macht einen übrigens auch nicht intelligenter (Quelle: Intelligenzforscherin Prof. Elsbeth Stern auf ARTE TV).

Ja ja, ich weiß schon: Ein IQ-Test ist ganz bestimmt nicht alles. Diese Erkenntnis finde ich sehr wichtig! Wir wissen aus Studien des US-Begabungsforschers Joseph Renzulli, dass hohe Begabung nicht nur aus intellektuellen Fähigkeiten besteht, sondern ebenso aus Kreativität und einer hohen Aufgabenverpflichtung. Der deutsch-niederländische Begabungsforscher Franz Josef Mönks entwickelte diesen Ansatz weiter zum spannenden „Mehr-Faktoren-Modell“ der Hochbegabung.

Für Test-Enttäuschte ist es auch gut zu wissen, dass die Tagesverfassung eine Rolle spielt: Wer übermüdet oder entsetzlich nervös ist, schneidet mitunter schlechter ab. Aber man kann IQ-Tests im Zweifelsfall auch wiederholen.

Anja und das starke IQ-Ergebnis – eine Geschichte aus meiner Praxis

Mit Anja* zu arbeiten machte mir von Anfang an Spaß. Sie ist witzig, schnell im Erkennen von Zusammenhängen und hat eine feine Beobachtungsgabe. Leider macht ihr ihr Job als leitende Angestellte in einem Pharmakonzern immer mehr zu schaffen – und das hat vor allem mit ihrem Chef zu tun: Der charmante Bernhard, nie um ein Lächeln verlegen, bringt sie regelmäßig in Selbstzweifel.

Meistens ist er in lockerer Stimmung, in letzter Zeit gibt er Anja aber immer wieder zu verstehen, dass sie sich zu sehr in die Arbeit „hineinbohre“ und „übergenau“ sei. Das ginge auf Kosten der Effizienz. Und bei der gäbe es schon noch Luft nach oben: Auf der Seite ihrer Umsatzzahlen ginge jedenfalls noch mehr.

Anja bekommt jedoch hervorragendes Feedback von ihren Kund*innen – gerade ihre Genauigkeit scheint sehr gut anzukommen. Womöglich macht sie sogar den entscheidenden Vorsprung zur Konkurrenz aus.

Anja ärgert sich, dass sie sich von Bernhard immer wieder verunsichern lässt. Als er wieder eine doppeldeutige Botschaft schiebt, von der sie nicht weiß, ob sie Lob oder Kritik bedeutet, beschäftigt sie das drei Tage lang. Ihr Mann Horst, mit dem sie abends täglich Kriegsrat hält, kann auch schon nicht mehr.

Eigentlich weiss Anja, dass sie richtig gut ist in ihrem Job. Aber dann eben manchmal doch nicht: nämlich immer dann, wenn Bernhard wieder an ihrem Selbstbewusstsein rüttelt.

Wir haben die Situation im Coaching schon in alle Richtungen gedreht und gewendet. Eine Portion Arroganz würde Anja bestimmt nicht schaden – schließlich ist das die Sprache, die ihr Chef Bernhard gut versteht. Aber ganz so leicht ist es für Anja nicht, dorthin zu kommen.

Eines Tages frage ich meine Klientin, ob sie sich vorstellen könnte, ihren Intelligenzquotienten testen zu lassen – ich sei mir bezüglich einer Hochbegabung (oder einer intellektuellen Begabung knapp darunter) sehr sicher.

Zu meinem Erstaunen springt Anja sofort auf die Idee an: Sie findet die Idee spannend. Ich empfehle ihr eine auf Begabungsdiagnostik spezialisierte Psychologin, bei der sie sich während der IQ-Testung auch sehr wohlfühlt.

Das Ergebnis: Ein IQ von 137 – klare Hochbegabung.

Es dauert ein wenig, bis Anja dieses Ergebnis verarbeitet und in ihr Selbstbild integriert. Im Umgang mit Bernhard hilft es jedoch sofort: Es wirkt wie ein Schutzschild gegen jene Bemerkungen, die sie bisher verunsichern sollten, und lässt sie einfach abperlen.

Sie weiß schon selbst, wann sich Genauigkeit auszahlt – sonst wären ihre Ergebnisse nicht so gut. Mögen andere da und dort etwas schneller sein: Ihre Methode hat sich bewährt – aus, basta! Und klug ist sie außerdem, das hat sie jetzt schwarz auf weiß.

In einer der folgenden Coaching-Einheiten sinniert Anja: „Wahrscheinlich hat Bernhard von uns beiden das schlechtere Selbstwertgefühl. Indem er andere verunsichert und kleinmacht, fühlt er sich selbst stark.“

Anja ist nicht nur in ihrem Pharma-Job exzellent, sondern bringt auch ein feines psychologisches Gespür mit, finde ich.

Unerkannte Hochbegabung: Lesende Frau in Bibliothek

Kluge und hochbegabte Frauen: Wann ein IQ-Test Sinn macht

Allerdings ist so ein IQ-Test schon eine Art Feuerprobe – es ist eben nicht garantiert, was dabei herauskommt. Ich empfehle ihn deshalb nur dann, wenn die Anzeichen für eine Hochbegabung sehr klar sind – und sich auch aus der Schulzeit, der Berufsbiografie oder dem privaten Lebensstil und Hobbys herauslesen lassen.

Hier ist eine kleine Auswahl typischer Indizien für eine Hochbegabung:

  • Schnelles und vernetztes Denken, analytische Stärke

  • Geschick beim Erkennen von Mustern

  • Ein Hang zu kritischem Hinterfragen von Inhalten, Theorien und Autoritäten

  • Das Gefühl, sich in Gruppen irgendwie „anders“ zu fühlen

  • Langeweile bei Smalltalk und oberflächlichen Gesprächen

 

Auch die Hochbegabung des eigenen Kindes ist ein wichtiger Indikator – Vererbung spielt eine wesentliche Rolle. Oft erkennen Frauen ihre eigene Begabung erst wie in einem Spiegel, wenn ihr eigenes Kind als hochbegabt getestet wird.

Eine Garantie für eine überdurchschnittliche Intelligenz oder Hochbegabung gibt es aber nie – Klarheit kann hier letztlich nur ein Test liefern.

Nachdenkliche Frau auf Couch mit aufgestütztem Kinn und Blick in die Ferne

Wie hoch sind Deine Erwartungen? Warum es wichtig ist, den IQ auch relativ zu sehen

Ein positives Testergebnis, das mit unseren Erwartungen übereinstimmt oder diese sogar übertrifft, stärkt das Selbstwertgefühl praktisch immer – aber selbst das kann seine Zeit brauchen. Ich kenne Geschichten von Frauen, die sich ihre Testauswertung immer wieder zur Hand nehmen oder sogar irgendwo aufhängen, um eine Tatsache immer besser annehmen zu können: ja, es ist wirklich wahr – ich bin überdurchschnittlich intelligent, oder hochbegabt.

Wenn wir aber schlechter abschneiden als erhofft oder weit unter unseren Erwartungen bleiben, kann das Selbstzweifel erst recht befeuern. Ein IQ-Test bedeutet daher immer auch ein gewisses Risiko. Allerdings gibt es viele gute Dinge im Leben eben nur, wenn wir bereit sind, ein bisschen Ungewissheit auf uns zu nehmen. In jedem Fall wollen das Für und Wider einer Testung sorgfältig gegeneinander abgewogen sein.

  • Überlege Dir: Warum möchtest Du den IQ-Test überhaupt machen? Was sind Deine Beweggründe? Und was erhoffst Du Dir vom Ergebnis?
  • Denke auch darüber bitte nach: Wie würdest Du mit einem – nach Deinen Maßstäben – nicht ganz so guten Ergebnis umgehen?
  • Hilfreich kann auch das Wissen sein, dass der IQ nicht alles ist, denn die Intelligenzforschung steht durchaus in der Kritik. Es braucht keine Hochbegabung, um die allermeisten Berufe – auch akademische – sehr gut auszufüllen! Wie im Sport können Menschen in praktisch allen Bereichen durch die richtige Art von hartnäckigem, möglichst täglichem Training hervorragende Leistungen erbringen (Quelle: Ulrike Stedtnitz, Schweizer Begabungsexpertin und Autorin von „Mythos Begabung“)

Fotocredits: Beitragsbild – Getty Images for Unsplash

Beitragsbilder: Getty Images, Kateryna Hliznitsova, Vitaly Gariev, Getty Images and Curated Lifestyle for Unsplash

* Ich achte stets darauf, die Privatsphäre meiner Klient*innen zu schützen – dazu bin ich als Psychotherapeutin auch gesetzlich verpflichtet. In Österreich gilt laut § 15 des Psychotherapiegesetzes (PthG) die absolute und strengste Verschwiegenheitspflicht aller Gesundheitsberufe. In allen Geschichten aus meiner Praxis werden deshalb Namen und Details stark verändert. Oft kombiniere ich auch Elemente unterschiedlicher Fälle zu einer „Hybrid-Persona“. Rückschlüsse auf individuelle Personen sind ausgeschlossen. Die Essenz der geteilten Erfahrungen ist jedoch echt und in der Praxis so erlebt.

Hinweis: Dieser Text dient der Inspiration und ersetzt keine psychotherapeutische Behandlung. In akuten Krisen suchen Sie bitte umgehend spezialisierte Hilfe auf.

Über mich: Psychotherapeutin Mag. Sonja Rieder, MSc

Ich bin Sonja Rieder, erfahrene Psychotherapeutin, Paartherapeutin und Coach – seit 2008 mit eigener Praxis im Zentrum von Wien.

Seit vielen Jahren begleite ich Frauen und Männer empathisch, lösungsorientiert und wertfrei bei Themen rund um Liebe & Beziehung, Beruf und Begabung.

Im Coaching liegt mein Fokus auf Wissenschaftlerinnen, Freiberuflern und Selbständigen sowie Menschen in verantwortungsvollen leitenden Berufen.

Meine Klientinnen und Klienten profitieren von meiner analytischen und intuitiven Stärke, einer breiten methodischen Vielfalt und einem traumasensiblen Zugang.

Gerne begleite ich Sie in meiner Wiener Praxis oder online bei Ihren Fragestellungen. Mehr Infos zu mir gibt es hier.

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